Tirol

	
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Warum haben es gerade diese Fotos in die Shortlist geschafft?
Wenn Sie interessiert, warum gerade diese Fotos von unserer Jury unter die Top 5 gewählt wurden, dann werfen Sie doch einen Blick auf die Kommentare unserer Jurymitglieder. Viel Spaß!
mehr zu Peter von Felbert
Schneeweiss
SEE MAGAZIN, Juni 2011
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Jahrgang 1966, war 1981 bis 1986 Schueler von Franz Joseph van der Grinten. Von 1987 bis 1994 studierte er Fotografie in Bielefeld und lebt seitdem in München. Fotografisch taetig ist er in den Bereichen Journalismus, Portrait, Werbung und künstlerischer Fotografie. 1993 erhielt er ein USA-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, 2009 eines vom Verband der deutschen Verleger. Reisen nach Ägypten, Australien, Brasilien, Fidji, Indien, Israel, Jamaika, Kanada, Marokko, Mexiko, Nepal, Phillippinen, Senegal, Sri Lanka, Südafrika, Tuvalu, USA. Peter von Felbert ist seit 2009 Künstler der Galerie Wittenbrink in München.
"Auch wenn der Bildaufbau von klassischen Normen abweicht, dieses Bild fasziniert durch seine bestechende Klarheit, einen perfekt reduzierten und konzentrierten Inhalt sowie wunderbare Kontraste. Ein Bild, das keine Worte braucht. Wir alle kennen diese Welten des alpinen Skizirkus, sie so darzustellen bringt die Eindrücke vieler auf den Punkt. Es spricht eine fotografisch klare Sprache ohne kritisch zu sein."

"Interessante grafische Komposition, reduziert auf die Details: Lift, Skifahrer und Berg. Diese ruhige Äshetik zeichnet diese Arbeit aus."

"Dass es beim Bergsport um den Berg nur in zweiter Linie geht und in erster Linie um den Sport, ist – buchstäblich – selten so hart gezeigt worden wie in der Bildserie Peter von Felberts. Durch den harten Kontrast löst sich der Berg gleichsam in einem diffusen Weiß auf. Zu sehen sind allein die Gerüste der Aufstiegshilfen sowie die Skifahrer, fast so, als stünden sie im luftleeren Raum. Die bezaubernden grafischen Reize stehen dabei im Widerspruch zur Brutalität der Szenerie einer gefesselten und vergewaltigten Landschaft."
mehr zu Philipp Horak
Das neue Kreuz der Wildspitze
WILDSPITZE, Januar 2011
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geboren 1976 in Niederösterreich. Seit 1999 als freier Fotograf für nationale und internationale Medien tätig: profil, Trend, Red Bulletin, Die ZEIT, Stern, Vanity Fair, À la carte und andere. Seit 2004 wird er von der Agentur Anzenberger vertreten.
"„Das neue Kreuz der Wildspitze“ könnte auch aus dem legendären Schwarzweiß-Band von Jürgen Winkler „Aus den Bergen“ stammen. Und doch lebt es von einem ganz wesentlichen Unterschied: es stammt eben nicht aus den 60er oder 70er Jahren. Es verbindet aktuelle Reportagefotografie mit dem dramatischen Flair mystisch-kraftvoller Schwarzweiß-Optik."

"Durch die moderne und zugleich historische Bildanmutung hebt dieses Foto sich positiv von anderen ab. Ausschnitt und Bildkomposition sind gekonnt gewählt."

"Philipp Horak dokumentiert das Aufstellen eines Gipfelkreuzes und bedient sich dabei in der Komposition der christlichen Ikonographie der Kreuzigung und der Kreuzabnahme. Selbst der verdüsterte Himmel entspricht der Schilderung im Neuen Testament. Die Spannung zwischen kunsthistorischer Tradition und moderner Technik eröffnet einen Reigen von Fragen über unser Verhältnis zu Natur und Technik und über Verantwortung angesichts einer nahezu komplett erschlossenen Welt."
mehr zu Stefan Gimpl
Heimat
JOY - Mit dem Snowboard um die Welt, Dezember 2011
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geboren 1979 in Leogang, Salzburg. Das Snowboarden brachte ihn in fast alle Bergregionen der Welt, was seine Begeisterung für den Schnee und die Berge noch größer werden ließ. Vor zehn Jahren entdeckte er die Fotografie und seither ist auf seinen Reisen immer eine Kamera dabei. Zu Hause ist das Fotografieren für ihn ein guter Antrieb, um auch im Sommer in die Berge zu gehen. Früher kletterte er viel, jetzt ist er froh darüber, dass ihn das Fotografieren motiviert, längere Touren zu unternehmen. Er ist gerne bei Sonnenauf- und -untergang am Berg, um den Wechsel von Tag und Nacht mit seinen großartigen Stimmungen zu erleben.
"Natürlich braucht man auch eine Portion Glück, um eine derart perfekte Gewitterzelle – inklusive Blitz – am Nachthimmel zu erleben. Sie aber derart in Szene zu setzen, mit filigranem Sternenhimmel darüber und perfekt aufgehelltem Vordergrund darunter, verlangt fotografisches Fachwissen und kreatives Gespür. Ein Bild zum Verweilen, ein Bild zum zeitlosen, ehrfurchtsvollen Betrachten."

"Den richtigen perfekten Augenblick eingefangen und einwandfrei dargestellt. Eine beachtenswerte Aufnahme."

"Der perfekte Moment hat in der Fotografie selten mit Glück, aber fast immer mit Beharrlichkeit, Erfahrung und Können zu tun. Stefan Gimpl ist es gelungen, eine dramatische Wolke bei dramatischen Lichtverhältnissen in eine dramatische Fotografie zu übertragen – einen jener erhebenden Momente, derentwegen man sich ja nicht zuletzt aufmacht in die wilde Bergnatur."
mehr zu Olaf Unverzart
The Idea of Sublime
TANK MAGAZINE, Herbst 2011
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geboren 1972 in Deutschland, studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, die er im Jahr 2000 mit dem Diplom abschloss. Ab 1999 sind seine Werke laufend in Gruppenausstellungen und ab dem Jahr 2000 in Einzelausstellungen zu sehen, und zwar in Deutschland, Österreich, Irland, Australien, Frankreich oder Südafrika. Zu den Publikationen seiner Werke zählen Kataloge, Monografien, aber auch in Zeitschriften und Magazinen erscheinen seine Fotografien regelmäßig, etwa im ZEIT Magazin, Süddeutscher Zeitung, Stern, Weltwoche, AD, GEO. Olaf Unverzart wird auch immer wieder als Gastvortragender und zu Künstlergesprächen eingeladen. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, zu denen der Deutsche Fotobuchpreis (2010) oder „artist in residence“ des Kunstnetzwerks Wien sowie des Goethe Instituts Vilnius (beide 2011) zählen.
"Man spürt sie fast, die Stille der Nacht. Der zarte Schwung des Gletschers verleiht dem Bild dezente Dynamik. Und dennoch, dieses Bild ist auch kraftvoll und stark. Die Nordwand der Grandes Jorasses wirkt abweisend und menschenfeindlich. Vielleicht auch, weil der Fotograf über seinen Bildaufbau die zur Verfügung stehende Fläche maximal genutzt hat."

"Ansprechende Nachtaufnahme mit mächtigen Strukturen von Berg und Gletscher. Eine hineinziehende mystischer Farbstimmung macht dieses Foto so wirkungsvoll."

"Olaf Unverzart hat die berühmten Nordwände der Alpen mit Langzeitbelichtungen bei Nacht fotografiert. Befreit vom Wetter und von dramatischen Himmeln, vermitteln die Berge eine gespenstische Ruhe. Paradoxerweise jedoch verleiht er ihnen dadurch ein Moment von Leben, auch Kraft – fast so, als übernähmen die Berge nachts die Rolle von Wächtern. Es ist der Mythos vom Berg als lebendem Wesen, der hier zum Bild wird."